Kampen – Ort der Gegensätze

Kampen, eine Gemeinde auf der in der Nordsee gelegenen Insel Sylt mit circa 600 Einwohnern, wurde in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts berühmt, als sich an dem Strand vor “Buhne 16″ ein reges FKK-Treiben entwickelte, über das in den Medien oft ausgiebig berichtet wurde.
Fortan wurde Kampen für lange Zeit als Ort der Reichen und Schönen gesehen. Auch heute noch hat Kampen ein eher exklusives Image, das durch das Vorhandensein einer Vielzahl an hochpreisigen Modegeschäften und Juwelieren sowie exklusiver Gastronomie untermauert wird. Die Dichte an teuren Pkws ist so hoch wie nur an wenigen anderen Urlaubsorten. Seit jeher zieht es zudem viele Künstler nach Kampen, was sich in einer großen Anzahl an Galerien niederschlägt.

Kampen ist jedoch nicht nur vom Treiben der Prominenz, sondern auch von einer besonderen landschaftlichen Schönheit geprägt. Eine Verordnung aus dem Jahre 1912 – die bis heute gültig ist – schreibt vor, dass alle Häuser in Klinkerbauweise mit Reetdach errichtet werden müssen. Daraus ergibt sich ein ausgeprägt schönes Ortsbild mit besonderem Charme. Im Osten des Ortes grenzt mit der Braderuper Heide ein einzigartiges Naturschutzgebiet, welches zu ausgedehnten Spaziergängen einlädt, direkt an Kampen.
Weiterhin hat Kampen mit dem “Roten Kliff”, das sich von Kampen aus vier Kilometer in Richtung Süden bis nach Wenningstedt zieht, die schönste Steilküste der Insel zu bieten. Bis zu 30 m hoch über das Meer ragen die Klippen, die bei Sonnenuntergang in warmem, rotem Licht erstrahlen. Auch der markante, schwarz-weiße Leuchtturm am südlichen Ortsrand, das älteste Leuchtfeuer der Insel, ist nach dem Roten Kliff benannt.

Schließlich kann sich Kampen noch mit der höchsten Erhebung der Insel, der 52,5 m hohen Uwe-Düne rühmen. Über 109 Holzstufen gelangt man zu einem Aussichtspunkt, der bei klarem Wetter einen herrlichen Ausblick über die gesamte Insel und das Meer bietet.